Der lange Weg zum Wasser

Eine wahre Geschichte

  • Sofort lieferbar
9,99 €
inkl. MwSt.
medienprofile-Rezension

Eine wahre Fluchtgeschichte aus dem Sudan.
Die amerikanische Autorin erzählt die Geschichte des im südlichen Sudan geborenen Salva Dut, der als elfjähriges Kind in die Wirren des sudanesischen Bürgerkriegs geriet und einer der tausenden Lost Boys war, die zu Fuß vor den mordenden Soldaten in äthiopische und kenianische Flüchtlingscamps flüchteten. Nach furchtbaren Strapazen und schrecklichen Erlebnissen kommt Salva im äthiopischen Flüchtlingslager Itang an. Als das Lager 1991 nach sechs Jahren ohne Vorwarnung geschlossen wird, beschließt der inzwischen 17-Jährige, sich mit anderen jungen Menschen zu einem Flüchtlingscamp in Kenia durchzuschlagen. Dut wird zum Anführer einer Gruppe von Kindern, von denen der jüngste gerade einmal 5 Jahre alt ist. Gemeinsam bewältigen sie den langen Weg bis nach Kenia in anderthalb Jahren. Dut gehört später zu den 3800 Jugendlichen, die, unterstützt durch ein Programm der US-Regierung und des UNHCR in die USA übersiedeln dürfen. - In eindringlichen, sehr authentisch wirkenden Worten und in einer bewusst einfach gewählten Sprache erzählt die Autorin ihren jungen Lesern vom Überlebensmut eines Jungen, der trotz furchtbarer Erlebnisse nie die Hoffnung auf ein besseres Leben verliert und der die Kraft hat, sich für andere zu engagieren. (Übers.: André Mumot)



Stiftung Lesen-Rezension
Der lange Weg zum Wasser verbindet in diesem packenden Jugendroman nach einer wahren Geschichte zwei Schicksale: Das des Jungen Salva, der 1985 mit 11 Jahren vor einem Angriff auf sein sudanesisches Dorf fliehen muss und danach eine jahrelange, lebensgefährliche Fluchtgeschichte durchlebt - und das des Mädchens Nya, das 2008 jeden Tag einen stundenlangen Weg zur einzigen kümmerlichen Wasserstelle laufen muss, um eine Tagesration Wasser für ihre Familie zu beschaffen. Im Wechsel der Perspektiven und Zeitebenen wird von dem unfassbaren Leid und dem alltäglichen Überlebenskampf der Kinder im Sudan erzählt. Salva gehört zur Generation der sogenannten Lost boys, die sich - gewaltsam von ihren Familien getrennt - durch Flüchtlingslager in verschiedenen Ländern Afrikas gekämpft haben, immer verfolgt von Krieg, Greueltaten und Hunger und meist, ohne überhaupt die Hintergründe dieses Schicksals zu verstehen. Nur selten dürfte eine Geschichte so hoffnungsvoll ausgehen wie die von Salva, der es nach Amerika geschafft hat und später als Brunnenbauer in sein Heimatland zurückkehrt. Wo er dem Dorf von Nyas Familie den Zugang zum lebensrettenden Wasser ermöglicht ... Sachlich erzählt, trotzdem ungemein spannend, anrührend und sehr leicht lesbar: Aus der Perspektive von Gleichaltrigen erhalten junge Leser hier einen authentischen Einblick in die Themen Flucht und Vertreibung, Bürgerkrieg und Verlust von Heimat und Familie. Und können vielleicht anschließend nachvollziehen, wie viel Stärke von Menschen gefordert wird, die ...einen Schritt nach dem anderen... lediglich das Ziel haben ...nur noch den heutigen Tag zu überstehen. Auch für erwachsene Leser sehr empfehlenswert! Ab ca. 12 Jahren.

Nyas Aufgabe ist es, für ihre Familie Wasser bei der Wasserstelle zu holen. Sie läuft dafür acht Stunden. Jeden Tag.
Salva flieht aus seinem vom Krieg zerstörten Dorf. Er läuft quer durch Afrika, auf der Suche nach einem sicheren Ort, an dem er bleiben kann, und nach seiner verschollenen Familie.

Zwei fesselnde Stimmen erzählen von Not und Vertreibung - aber auch von Hoffnung und Zukunft in einer Welt, in der sich unerwartete Chancen für die auftun, die nicht aufhören, an das Gute zu glauben.

Der Roman basiert auf einer wahren Geschichte.

Park, Linda Sue
Linda Sue Park hat mit ihrem Roman A Single Shard die renommierte Newbery Medal gewonnen. Als Autorin verfasste sie zahlreiche Romane, einige Bilderbücher und sogar einen Gedichtband. Sie lebt mit ihrer Familie in Rochester, New York, und ist ein großer Fan der New York Mets, sie liebt es das Kreuzworträtsel in der New York Times zu lösen und kocht für ihr Leben gerne.

»Die Geschichte ist packend geschrieben, mit großer Sympathie für die Menschen im Südsudan.«, Süddeutsche Zeitung, Regina Riepe, 19.01.2016
  • Das könnte Sie auch interessieren
C:\Internet\bonifatius\web\www_media\