Mit Wagemut und Wissensdurst

Die ersten Frauen in Universitäten und Berufen

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Nadine Fitzke
Online-Redaktion
borro medien gmbh, Bonn
Heutzutage ist es für uns Frauen (fast) nichts Ungewöhnliches mehr, wir können jeden Beruf anstreben und ergreifen, den wir uns wünschen und in dem wir unsere Erfüllung sehen. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war das ganz anders: Frauen mussten darum kämpfen, höhere Schulen zu besuchen, gar auf Universitäten zu gehen oder politisch mitzubestimmen. Die Autorin Felicitas von Arentin stellt in ihrem Buch deutsche, österreichische und schweizerische Frauen vor, die in damalige absolute Männerdomänen eingedrungen sind, die sich für das Wohl des Einzelnen und der Gesellschaft eingesetzt haben und als Unternehmerinnen und in der Forschung und Wissenschaft Geschichte geschrieben haben. Doch es werden nicht nur Porträts mit Happy End geschildert, denn besonders die NS-Zeit macht mit einem Schlag die Emanzipation der Zwanziger Jahre zunichte; einige Frauen überleben diese Zeit nicht oder können sich von den Strapazen dieser Jahre nicht erholen.
 
Wissenschaftlich akribisch, zeitgeschichtlich sehr genau und gleichzeitig lebendig und spannend – die außergewöhnlichen Lebensläufe der Frauen lassen sich sehr gut lesen, fast packender als so manche fiktive Geschichte. Der Blick auf einige besondere Frauenfreundschaften in Doppelportraits lässt spüren, wie fruchtbar es sein kann, wenn Frauen sich gegenseitig unterstützen, bestärken und füreinander da sind.  Auch die Fotografien, die die Lebensgeschichten der Frauen untermalen, sind hervorragend ausgewählt und es lohnt sich, einen genauen Blick darauf zu werfen – sie spiegeln das Zeitgefühl ganz genau. Insgesamt ein wirklich lesenswertes Buch, das uns viele bislang unbekannte weibliche Persönlichkeiten vorstellt, die nicht mehr in Vergessenheit geraten sollten. Mein Fazit: Dieses Buch gehört in jedes Bücherregal!

Vision, Werdegang und Werk der akademischen Pionierinnen - gegen alle Widerstände

Das grandios recherchierte Buch zeichnet die innovativen und mutigen Lebensentwürfe der ersten berufstätigen Akademikerinnen nach, die sich Anfang des vorigen Jahrhunderts in allen drei deutschsprachigen Ländern stark für ihre Rechte einsetzten. Darunter sind Frauen, die als Architektin, Juristin, Zoologin, Pfarrerin oder Mathematikerin nicht nur Männerdomänen eroberten, sondern auch wegweisende Frauenorganisationen begründeten, wie den ersten Soroptimisten- oder Zonta-Club und erste Verbände für Unternehmerinnen.

"Studenten gibt es hier vierzehnhundert, Damen sind wir bis jetzt nur drei ..." Margarete von Wrangell

Felicitas von Aretin, geboren 1962, Studium der Geschichte, des öffentlichen Rechts und der Kunstgeschichte in Frankfurt a.M., Heidelberg und München. Promotion. Journalistische Tätigkeit beim Tagesspiegel und Die Welt, seit 1997 Leiterin der Pressestelle der Freien Universität Berlin.

"Frühe akademische Frauenpower!"
Tagesspiegel 15.03.2018
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